Newsdetail

17. Dezember 2014

proRWTH fördert Kolloquium zu Ehren von Prof. Keim

Am Freitag den 5. Dezember 2014 veranstaltete das Institut für Technische und Makromolekulare Chemie eine wissenschaftliche Tagung zum Thema „Catalysis for a Sustainable Future“, die rund 200 Teilnehmer aus aller Welt nach Aachen lockte. International hoch angesehene Wissenschaftler aus Hochschule und Industrie stellten in Vorträgen ihre jüngsten Forschungsergebnisse vor und diskutieren den Fortschritt im Bereich der Nachhaltigen Chemie/Green Chemistry. Auch die Arbeitskreise der Technischen Chemie in Aachen präsentierten ihre Forschungsergebnisse dem Fachpublikum.

Ein besonderes Highlight der von proRWTH geförderten Tagung war die Würdigung des Lebenswerks von Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Keim, der im Dezember seinen 80. Geburtstag feiert. Frau Prorektorin Klee, selbst Chemikerin, hob in Ihren Grußworten nicht nur die wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Keim hervor, sondern würdigte insbesondere auch sein Wirken als Lehrer und Mentor, der fast 150 Doktoranden erfolgreich auf ihre Karriere in Industrie und Akademie vorbereitet hat. Die Grußadressen dreier wissenschaftlicher Gesellschaften, in deren Vorstand Prof. Keim tätig war, nämlich der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle (DGMK), sowie der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technologie und Biotechnologie, beleuchteten seinen prägenden Einfluss auf die deutsche Forschungslandschaft.

Prof. Keim, der den Lehrstuhl für Technische Chemie und Petrochemie an der RWTH Aachen von 1972 bis 2000 geleitet hat, ist einer der weltweit anerkannten Pioniere auf dem Gebiet der homogenen Katalyse, wie Prof. Dr. Piet van Leeuwen (ICIQ Tarragona, Spanien) in seiner „Keynote Lecture“ hervorhob. Katalytische Prozesse werden heute bei mehr als 90% der neueingeführten Verfahren in der chemischen Industrie eingesetzt. Die Vorträge der Tagung belegten aber nicht nur die enorme Bedeutung der Katalyse für die heutige Wirtschaft, sondern diskutierten vor allem ihr Potenzial, um die Herausforderungen des Rohstoffwandels und der Veränderungen des Energiesystems zu meistern und somit Chancen für eine nachhaltige Wertschöpfung zu nutzen.
Die Vorträge boten viele interessante Themen für anregende  Diskussionen unter den Teilnehmern. Darunter waren neben Kollegen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch Vertreter der chemischen Industrie aus dem Inland (BayerMaterialSciences, Bayer Technology Services, Henkel, Evonik, ThyssenKrupp, u.a.m.) und dem Ausland (u.a. Astra-Zeneca, Eastman, Zeton). Viele dieser Firmen sind in bilateralen Kooperationen (z.B. CAT Center) und/oder in öffentlich-geförderten Projekten (Exzellenzcluster, BMBF, EU) als Partner eng mit der Katalyseforschung an der RWTH Aachen verbunden. Die Tagung bot einen idealen Rahmen, um neue Entwicklungen zu diskutieren und um neue Netzwerke und Kontakte zu knüpfen. Auch in diesem Sinne war der Tag für die RWTH Aachen als „Interdisciplinary Integrated Technical University“ ein großer Erfolg!<xml></xml>