Förderprojekte

08. Januar 2015

45. Internationales Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA) 2015

Fotos: Sebastian Hudjetz, Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW)

Am 8. und 9. Januar 2015 fand das 45. Internationale Wasserbausymposium Aachen (IWASA) mit dem Titel „Offene Gewässer: Strahlwirkung, Fischaufstieg, Fischabstieg, Sedimente, Schadstoffe“ im Technologiezentrum am Europaplatz in Aachen statt. Der Leiter des Lehrstuhls und Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen University, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, hatte zu der alljährlichen Veranstaltung geladen und konnte während der beiden Veranstaltungstage 531 Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüßen. In insgesamt fünf Vortragsblöcken zu Fragestellungen der Strahlwirkung, des Fischauf- und –abstiegs, des Sedimenthaushaltes und der Schadstoffbelastung in Gewässern referierten 23 Vertreter von Ingenieurgesellschaften, Forschungseinrichtungen, Wasserverbänden und Behörden und stellten ihre Erkenntnisse aus Forschung sowie Planungsalltag vor. 

In seinem Festvortrag „Natürlich die Juristen! – Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?“ illustrierte Herr Rechtsanwalt Turgut Pencereci auf unterhaltsame und einprägsame Weise das Verständnis von Juristen und Ingenieuren voneinander. Er verdeutlichte, in welchen Bereichen es bei der Denkweise, der Sprache und dem Verhalten von Juristen und Ingenieuren Unterscheidungs- aber auch Überschneidungspunkte gibt. Schließlich beendete er seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass es mit ausreichender Kommunikation sehr wohl möglich ist, zwei so unterschiedliche Berufszweige miteinander in Einklang zu bringen. 

Im Anschluss an den ersten Vortragsblock wurde die seit 2013 bestehende Tradition der Vorstellung studentischer Arbeiten, die am IWW angefertigt wurden, weitergeführt. Zunächst stellte Babette Scheres, M.Sc.RWTH, die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zum Einfluss sehr schräger Wellen auf den Wellenüberlauf an Deichen vor. Anschließend präsentierte Magnus Beyer, M.Sc.RWTH, seine Masterarbeit, die in Zusammenarbeit von IWW, Imperial College London und der RWE Power AG entstanden ist und mittels numerischer Simulation die Mischungsprozesse in geschichteten Fluiden untersucht. Beide Studierende wurden im Anschluss an ihre Vorträge mit dem Otto-Intze Preis ausgezeichnet. Der Otto-Intze Preis wird von der Vereinigung zur Förderung des Lehrstuhls und Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft ausgelobt und für hervorragende Abschlussarbeiten am IWW verliehen.

Prof. Schüttrumpf zeigte sich bei seinem Schlusswort sehr zufrieden mit den interessanten und vielfältigen Vorträgen und der hohen Besucherzahl der IWASA-Veranstaltung. Auch dieses Jahr lud er die Teilnehmenden auf die Mitgliederversammlung der Vereinigung zur Förderung des IWW und die im Anschluss stattfindende Besichtigung der Versuchshalle ein. Er bedankte sich bei den Vortragenden, ebenso wie den Ausstellern, den Organisatoren und nicht zuletzt allen Gästen für Ihre Teilnahme am und Mitgestaltung des 45. IWASA 2015. Zum Schluss verriet Prof. Schüttrumpf auch das Thema des 46. IWASA am 14. und 15. Januar 2016, welches auch im kommenden Jahr wieder im Technologiezentrum Aachen stattfinden wird: „Mobil oder Nicht-Mobil? Konventioneller und Innovativer Hochwasserschutz in Praxis und Forschung“. 

Autoren: Ricarda Döring, Elena-Maria Klopries