Förderprojekte

13. Februar 2017

Fachsymposium SupraChem 2017 an der RWTH Aachen

Das Fachsymposium für Supramolekulare Chemie (SupraChem) fand dieses Jahr im Februar statt und wurde im gemeinsamen Hörsaal der Anorganischen und Organischen Chemie an der RWTH Aachen ausgerichtet.

Die Aktualität und Wichtigkeit dieser noch relativ jungen chemischen Teildisziplin wurde durch die Verleihung des Nobelpreises an die drei Chemiker Sauvage, Stoddart und Feringa im vergangenen Jahr gewürdigt und stellte das Symposium unter einen ganz besonderen Stern.

Die Selbstanordnung und Selbstorganisation von kleinen Molekülen zu größeren Aggregaten oder sogar Nanomaschinen sind die besonderen Eigenschaften solcher Systeme und ermöglichen eine Reihe von Anwendungen in der Technik. So wurden neueste Beispiele für Supramolekulare Katalysatoren gezeigt. Im Speziellen wurden Katalysatoren vorgestellt, die photoaktiv in wässrigen Medien arbeiten können (Burkhard König, Regensburg) oder Catenane, die asymmetrische Reduktionen an Iminen durchführen (Jochen Niemeyer, Essen). Systeme mit hohen interdisziplinären Arbeiten zeigten unter anderem Tobias Beck (Aachen), der Biohybridmaterialien auf Basis von Anorganischen Nanopartikeln und modifizierten Proteinen synthetisiert oder Michael Hannon (Birmingham UK), dessen zylinderförmige Moleküle von DNS erkannt werden und damit einen Beitrag zur Bekämpfung von Krebs leisten. Christian Schneider (Kaiserslautern) stellte Calixarene vor, die Nervenkampfstoffe wie VX-Gas unschädlich machen können. Kay Severin (Lausanne) stellte Borsäure als strukturbildendes Motiv in der strukturellen Supramolekularen Chemie vor, Michael Schmittels (Siegen) Metalloporphyrine bilden molekulare Schalter und Rotoren.

Insgesamt wurden von den 120 Teilnehmern rund 30 Vorträge und 60 Poster präsentiert, wobei die besten Beiträge der Doktoranden mit Wertgutscheinen und Büchern von Springer und Wiley-VCH prämiert wurden. Es lässt sich festhalten, dass das Symposium ein wichtiges Treffen für das interdisziplinäre Forschungsfeld der Supramolekularen Chemie war und die Vernetzung gerade unter den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gefördert hat.

Text: Christian Göb (Arbeitskreis Oppel, RWTH Aachen)
Fotos:  David van Craen (Arbeitskreis Albrecht, RWTH Aachen)

Link zum Institut für Anorganische Chemie, RWTH Aachen: http://www.iac.rwth-aachen.de/