Förderprojekte

12. Oktober 2015

Trinationales Projekt 2015: Norms and Values in Change

Fotos: Prof. Dr. Angelica Rieger

Das Lehr- und Forschungsgebiet Interkulturelle Studien – Romanistik, RWTH Aachen, unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Angelica Rieger, hat am 12. Oktober 2015 im Rahmen der Trinationalen Projektwoche zum Thema: Normen und Werte im Wandel - Natur und Technik mehr als 50 Studierende und ihre Begleiter aus Novosibirsk (Russland), Caen (Frankreich) und Aachen empfangen. Die 3 Teilnehmer-Gruppen bestanden aus je 15 Studierenden und 2 Begleitern der drei beteiligten Universitäten – RWTH Aachen, Université de Caen und Novosibirsk State Pedagogical University (NSPU) im Alter zwischen 19 und 27 Jahren. 

Zu den Inhalten und Schwerpunkten der Begegnung:
Normen und Werte sind Schlüsselbegriffe der Interkulturalität. Gerade bei unseren ersten Begegnungen und der Durchführung von Workshops zur Vermittlung interkultureller Kompetenz hat sich gezeigt, dass sie – ganz wie in Trompenaars Kulturmodell veranschaulicht – im Zentrum der Bemühung um echte Inter­kulturalität stehen: Sowohl die deutsche und französische als auch die russische Gesellschaft erleben aktuell einen rasanten Wertewandel, der die Kulturen einerseits im Zuge der Globalisierung aneinander anzunähern scheint, andererseits jedoch auch zum trennenden Faktor werden kann, wenn er sich auf beiden Seiten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und unterschiedlichen Schwerpunkten vollzieht. Für ausgeglichene deutsch-französisch-russische Beziehungen ist daher das interkulturelle Wissen um die Normen und Werte des Anderen ebenso wie um deren aktuellen Wandel unabdingbar.

Der interdisziplinäre Workshop, bei dem Experten aller drei Kulturen in einem ersten Schritt die Normen und Werte der Kulturen einander verglei­chend und kontrastierend gegenübergestellt hatten und die Teilnehmer anschließend die Gelegenheit erhielten, diese Informationen anhand eines Open Space-Workshops zu vertiefen, war geeignet, die Basis für interkulturelle Kompetenzen zu schaffen, die die Voraussetzung für einen nachhaltig erfolgreichen Austausch in allen Lebensbereichen - ob in Kultur, Technik oder Wirtschaft - bilden. In der Phase 2 in Aachen wurde der Schwerpunkt auf das Unterthema „Technologie vs. Natur“ gelegt. 

Neben den Workshop-Sitzungen fanden eine offizielle Eröffnung, eine Unibesichtigung, eine von den GastgeberInnen organisierte Stadtrallye mit einer Führung durch das Centre Charlemagne, die Besichtigung einer Printenbäckerei, eine Exkursion zum Dreiländereck mit Empfang im Parlament der Deutschsprachigen belgischen Gemeinschaft in Eupen und eine Exkursion nach Köln statt.